Gedicht des Monats

WALDGANG

Die Bäume warten auf mich.
Sie breiten ihre Äste aus -
wachsen mir entgegen.

Meine Füße spüren
die Nadeln,
das weiche Moos,
sie umgehen herausragende Wurzeln.

Ab und zu
ein leises Gezwitscher der Vögel.
Meist von ferne,
wohltuend
und zart.

So friedlich
liegt er da,
der Wald.

Ich lasse mich ein
auf die Stille,
auf den Duft,
auf die Weite.
Mein Kopf wird frei.
Ich kann wieder atmen,
umarme den nächsten Baum
es ist eine Buche -
und blühe auf.