Abschied

Stadtgraben

Aus Engelsflügeln

eine Hoffnungsfeder zupfen

dem Sterben furchtlos

gegenüber steh’n

die Illusion des Lebens

nach und nach verlieren

nichts mehr wollen

mit der Liebe alles haben

auf die Buntheit eines Schmetterlinges warten

Abschied nehmen

Flügelwesen werden

flügelleicht

entschweben

 

 

2.8.2017

 

Geburtstag

Ich trinke einen Becher voll Freude
lass mich von Blumen des Glücks umschlingen
trage die Krone des Gelungenen sicher und stolz
lege die kantigen Steine der Widrigkeiten an den Rand
und erkenne ihre Buntheit
genieße den weichen Boden unter meinen Füßen
umarme einen starken Baum
und lasse meine Sehnsucht hinaufwachsen
entschwebe träumend auf schwarzgoldenen Wolken
speichere lächelnd die Musik der Welt in mein Sonnengeflecht.
Alles ist gut, so wie es ist.
Ich bin Ich.
Ich lebe.
Ich - Königskind.

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März 2016

Aufblühen

Aufblühen -
der Geduld Raum und Zeit geben.
Warten können -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühen -
die Zeit der Entfaltung genießen.
Im Wind die Bewegung spüren -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühen - 
keine Schatten fürchten.
Licht hinter den Wolken fühlen -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühen -
vom Regen benetzt werden.
Die Unsicherheit im klaren Wasser wegspülen -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühen -
auf die Mitte schauen lassen.
Das Gesicht zur Sonne strecken -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühen -
im Offensein das Ich spüren.
Ehrlichkeit erfahren können -
und wissen: Alles ist gut.

Aufblühenszeitpunkt: Jetzt. 

(17.4.2016)

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Was macht das Leben aus?

Im Buckelkorb die Sorgen auf den Hügel tragen.
Leichtfüßig im Mondlicht tanzen.
Welke Blätter aus den Stunden zupfen.
Mit müden Gliedern den Alltagsforderungen trotzen.

Leichtfüßig im Mondlicht tanzen.
Im Hin und Her des Flusses Ruhe finden wollen.
Mit müden Gliedern den Alltagsforderungen trotzen.
Bunte Rosen in die Liebe streuen.

Im Hin und Her des Flusses Ruhe finden wollen.
Den Tisch mit Brot und Wasser decken.
Bunte Rosen in die Liebe streuen.
Auf Bäume hüpfen und nach Schmetterlingen Ausschau halten.

Den Tisch mit Brot und Wasser decken. 
Welke Blätter aus den Stunden zupfen.
Auf Bäume hüpfen und nach Schmetterlingen Ausschau halten. 
Im Buckelkorb die Sorgen auf den Hügel tragen.

(Helene gewidmet)

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