Abschied

Stadtgraben

Aus Engelsflügeln

eine Hoffnungsfeder zupfen

dem Sterben furchtlos

gegenüber steh’n

die Illusion des Lebens

nach und nach verlieren

nichts mehr wollen

mit der Liebe alles haben

auf die Buntheit eines Schmetterlinges warten

Abschied nehmen

Flügelwesen werden

flügelleicht

entschweben

 

 

2.8.2017

 

Herzlich willkommen auf meinem Blog!

In diesem Blog veröffentliche und sammle ich Texte und Fotos, die, oft zufällig, im Alltag entstehen.

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Über mich:

ANITA HOLLAUF

1958 auf diesem Stern gelandet, habe ich bis 1985 in Salzburg gelebt.

Weitere acht Jahre meines Lebens durfte ich in Kärnten verbringen, im schönen Lavanttal.

Seit 1993 in Niederösterreich, Wiener Neustadt.

Ausbildungen:

·        Lehramt für kath. Religion, Deutsch, Biologie und Umweltkunde

·        Ausbildungslehrerin

·        Trainerin für Sozial- und Selbstkompetenz an Schulen

·        Derzeit: Ausbildung zur Poesie- und Bibliotherapeutin an der Europäischen Akademie EAG/FPI Hückeswagen/Graz

Berufliche Tätigkeit: Leiterin einer Neuen Mittelschule

 

Als eher introvertierte Jugendliche habe ich es geliebt, ruhige Plätze aufzusuchen und meine Gedanken niederzuschreiben. Irgendwann habe ich diese Freude am Schreiben verloren und sie erst vor einigen Jahren wiederentdeckt. Durch kreative Schreibseminare bei Barbara Pachl Eberhart, Dr. Hedwig Dejaco, den Referent*innen der EAG, sowie im Austausch mit anderen Autor*innen in den Facebookgruppen „Papierflugzeug und Federspiel“, „Sonnenseiten, Glücksmomente und Honigtropfen auf Papier“ ist das Schreiben, hauptsächlich von lyrischen Kurztexten, wieder ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens geworden.

Mitglied des „Pannonischen Wortquintetts“

Goldgewirbel

Und sie wirbeln durch den Park
die Blätter, die späten –
die leuchtenden,
die gelben.

Sie wollen
nicht landen, nicht den Boden spüren,
nicht das Gras.
Wie Schmetterlinge
so tanzen sie
und gleiten
ins Spätlicht des Oktobers.Und sie landen
doch, bedecken den Weg
den grauen
und färben ihn bunt
bedecken das Gras,
das müde,
umträumen es im Nebelschein.

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Einmischung

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Das Herz am seidenen Faden
Spitze Steine unter den Füßen
Wolkenschiffe, die Sonne verdeckend
Ausgesperrte Ängstlichkeit

Spitze Steine unter den Füßen
Meinem Mut den Vorrang lassen
Ausgesperrte Ängstlichkeit
Das Ich im Wogen der Wellen

Meinem Mut den Vorrang lassen
Ein Nest der Treue getragen als Krone
Das Ich im Wogen der Wellen
Mit Fingerspitzen tanzend auf glühenden Kohlen

Ein Nest der Treue getragen als Krone
Wolkenschiffe, die Sonne verdeckend
Mit Fingerspitzen tanzend auf glühenden Kohlen
Das Herz am seidenen Faden

(Anita Hollauf, 12.7.2016)

Nichteinmischung

 

DSC00333.JPGsich nicht einmischen

freiheit schenken
toleranz beweisen
jedem sein eigenes selbst gewähren

der knospe vergönnen
zur blüte zu werden

die regentropfen zum fluss anschwellen lassen

dem grün in die wüste folgen
bis es zur oase führt

darauf warten
dass einzelne töne sich zum chor vereinen

sich nicht einmischen

das zusehen
und warten
und beobachten aushalten
bis alles sich als vollendet erweist

sich nicht einmischen

(Juli 2016)